
Fit for Fun - online / August 2003 Torsten Fleischer
"Immer der Beste sein"
Fortbildungen zum Wellness-Manager werden erst seit kurzem angeboten.
Doch es gibt Männer der ersten Stunde wie Torsten Fleischer, die schon auf den Wellness-Zug aufgesprungen sind,
bevor er so richtig ins Rollen kam.
"Irgendetwas mit Sport zu machen" - das stand für Torsten Fleischer schon vor dem Diplom-Studium zum
Sportwissenschaftler fest.
Also ergriff er die Gelegenheit beim Schopf und nutzte die Zeit während seines Studiums für erste
berufliche Schritte.
Denn nach dem Vordiplom reichte Torsten Fleischer das Drücken der Unibänke nicht mehr: "Ich habe mich im
sechsten Semester mit meiner jetzigen Geschäftspartnerin zusammengetan.
Damals kamen gerade Personal Training und Massagen in Mode", erzählt Fleischer.
Die beiden Studenten erkannten das Potenzial der Boom-Branche.
Eine Geschäftsidee entstand: Personal Training kombiniert mit Wellness-Komponenten.
"Zuerst einmal haben wir definiert: Was gehört aus unserer Sicht zu Wellness?
Wir beschlossen, Massagen, Entspannungstechniken, aber auch Ernährungsberatung in unser
Personal-Trainer-Programm zu integrieren".
Das Konzept entwickelte sich zum Selbstläufer - und Torsten Fleischers Studenten-Alltag zum typischen
langen Tag eines Selbstständigen: "Ich stehe morgens um kurz nach fünf auf, weil die erste Kundin bereits
um sechs trainiert.
Das geht dann bis 22 Uhr.
Im Schnitt habe ich etwa fünf Trainingseinheiten pro Tag, vor allem morgens und abends.
Mittags gebe ich nur selten Trainerstunden, sondern mache meistens den Bürokram".
Learning by doing, lautete dabei die Devise. "Als wir unser Konzept ins Leben riefen,
gab es noch keine direkte Ausbildung - wir haben unser Konzept also einfach selbst entwickelt", so Fleischer.
Autodidakt sein reicht also aus? Nicht ganz. "Wichtig ist eine fundierte sportliche und medizinische Ausbildung,
zum Beispiel durch ein entsprechendes Studium, und die Trainerlizenzen B und A.
Auch die Ausbildung zum Fitnessökonom oder Gesundheitsmanager sind gute Grundlagen zum Einstieg in diesen Bereich", sagt Torsten Fleischer.
Ständige Fortbildungen - auch im psychologischen Bereich - sind das A und O.
"Das ist eine wichtige Komponente, vor allem wenn man 1:1 mit dem Kunden arbeitet.
Man muss spüren, wie der Kunde heute drauf ist", plaudert Fleischer aus seinem beruflichen Alltag.
Denn der Schwerpunkt liegt im Sich-Wohlfühlen. "Viele leisten sich heute Massagen, stellen ihre Ernährung um
oder lernen Entspannungstechniken.
Das liegt daran, dass die Arbeitssituation heute für die meisten eher schlechter geworden ist und mehr Druck
auf den Menschen lastet.
Deshalb gönnen sie sich etwas Wellness, um leistungsfähig zu sein und zu bleiben", erklärt er den Boom auf
dem Wellness-Sektor.
Wie es weitergeht? Fleischers Rezept klingt einfach: "Man muss immer danach streben, der oder die Beste
zu sein und zu bleiben".
Helwi Braunmiller / Fit for Fun Aug 03
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